Neuer Impfstoff gegen Blasenentzündung entwickelt
In der feuchten und kalten Jahreszeit sind immer mehr Menschen von Harnwegsinfektionen betroffen. Überwiegend leiden Frauen unter dieser Krankheit, doch auch Männer haben immer wieder mit Blasenentzündungen zu tun. Oftmals stellt sich die Entzündung regelmäßig ein und ist nicht dauerhaft zu bekämpfen. Die Blasenentzündungen wurden bisher hauptsächlich durch entsprechende Antibiotika und vor allem Wärme behandelt. Forschern ist es jetzt gelungen, einen Impfstoff gegen die Harnwegsinfektion zu entwickeln.
Vor einigen Jahren war bereits ein Impfstoff gegen E.-coli.-Bakterien auf dem Markt, der jedoch zurückgezogen werden musste. Seitdem kann man gegen die Blasenentzündung nur noch mit speziellen Medikamenten vorgehen. Auch eine länger andauernde Therapie mit Tabletten, die meist mehrere Monate durchgeführt werden musste, war wenig erfolgreich. Umso wichtiger ist nun die Entwicklung des Impfstoffes.
Dieser Impfstoff wurde zwar bislang nur an Tieren getestet, brachte dort aber die erhofften Resultate. In der Tat wird die Ausbreitung der für die Entzündung verantwortlichen E.-coli.- Bakterien gebremst. Diese Bakterien verbleiben normalerweise auch nach der Behandlung im Körper und sorgen dafür, dass die Blasenentzündung immer wieder neu beginnt und viele Frauen und Männer ihr Leben lang begleitet.
Der Impfstoff soll, wenn er für den Menschen zugänglich ist, in Form eines Nasensprays verwendet werden. Derzeit wird geprüft, ob die Untersuchungsergebnisse an Mäusen auch auf die Bakterienstämme bei Frauen übertragbar sind. Durch die Impfung soll die Immunschicht im gesamten Körper, vor allem der Schleimhautregion im Harnweg gestärkt werden, so dass die Bakterien, die Harnwegsinfektionen auslösen, künftig keinen Nährboden mehr finden.
16.12.09 - News