Neue Hilfe bei Rheuma und Arthrose

Arthrose und Rheuma treffen immer mehr Menschen. Waren es bis vor einigen Jahren mehrheitlich die älteren Menschen, die von diesen Krankheiten betroffen waren, so sind zunehmend auch junge Menschen und sogar Kinder betroffen. Umso wichtiger ist es, dass die Patienten mit Arthrose und Rheuma nicht ihr Leben lang starke Schmerzmittel einnehmen müssen. Auch der Ersatz des zerstörten Gelenkes durch künstliche Prothesen lindert zwar den Schmerz, schaltet ihn jedoch nicht aus – auch die Beweglichkeit kommt nicht immer vollständig zurück. Neue Ergebnisse aus der Forschung bieten hier eine sinnvolle Lösung für die Zukunft.

In der Forschung zu den Themen Rheuma und Arthrose wird nur sekundär noch nach neuen Medikamenten geforscht. Vielmehr hat sich die Gesundheitsforschung hier auf den Ersatz der verschlissenen Gelenke spezialisiert. Derzeit wird ein künstlicher Knorpel aus menschlichem Gewebe entwickelt, der dann anstelle des verschlissenen Knorpels in einer OP eingesetzt werden kann.

Dabei ist es nicht notwendig, auf fremde Zellspenden zurückzugreifen. Es ist den Wissenschaftlern vor kurzem gelungen, körpereigene Knorpelzellen zu entnehmen, neu zu züchten und diese dem Patienten wieder einzupflanzen. Die neuen Knorpelzellen sitzen auf dem porösen, alten Knorpel und füllen die entstandenen Stellen auf. Da es sich um körpereigenes Gewebe handelt, bilden die Knorpelzellen im Körper des Patienten neuen, gesunden Knorpel. Da kein Fremdgewebe eingesetzt wird, kann es auch nicht zu Abstoßungsreaktionen kommen und auch die Gefahr, dass sich kein neuer Gelenkknorpel bildet, besteht bei dieser neuen Methode der Transplantation nicht. Zudem unterstützt das Knorpelgewebe die Heilung des bereits vorhandenen Knorpels und erhält die Beweglichkeit des Gelenks.

11.01.2010 - News