Die Sterbegeldversicherung
Es ist ein Thema, über das niemand gern nachdenkt. Aber es ist auch ein Thema, dass gerade in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Die Kosten - auch im Bereich von Bestattungen - steigen und deshalb sollte rechtzeitig Vorsorge getroffen werden.
Der einfachste Weg, dafür Sorge zu tragen, dass die eigene Beerdigung nicht zu einem finanziellen Risiko für die Hinterbliebenen wird, ist der rechtzeitige Abschluss einer Sterbegeldversicherung. Die Kosten für eine solche Versicherung sind umso günstiger, je jünger der Versicherte beim Abschluss ist. Auch die Versicherungssumme ist entscheidend für die monatliche Prämie. Es ist also im Vorfeld notwendig, sich Gedanken darüber zu machen, was für eine Bestattungsform man wählen möchte. Die Möglichkeiten sind heute nahezu unbegrenzt und unterscheiden sich in der Regel nur durch die dafür anfallenden Kosten.
Es gibt eigenständige Sterbegeldversicherungen, die in der Regel bis zum 85. Lebensjahr des Versicherten bezahlt werden müssen. Danach bleiben sie beitragsfrei und werden im Todesfall an den Bezugsberechtigten ausgezahlt. Eine weitere Möglichkeit, für den Sterbefall vorzusorgen, ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung mit einer festgelegten Versicherungssumme und einer lebenslangen Todesfallleistung. Auch bei dieser Form wird die Prämie bis zum vereinbarten Vertragsablauf gezahlt. Eine Auszahlung der Versicherungssumme erfolgt aber erst, wenn der Versicherte verstorben ist.
Viele Versicherer bieten heute neben der einfachen Sterbeversicherung auch Bestattungsvorsorgeversicherungen an. Hier kann der Versicherte zwischen einzelnen Paketen wählen und entscheiden, ob über die reine Kostenübernahme hinaus noch Sterbegeld an die Hinterbliebenen ausgezahlt werden soll. Bei solchen Bestattungsvorsorgeversicherungen kann sogar die Grabpflege mit eingeschlossen werden.
Welche Art der Sterbegeld-Absicherung der Versicherte für sich wählt, ist immer eine rein subjektive Entscheidung. Ausschlaggebend ist dabei sicher zum Einen, dass die Hinterbliebenen finanziell nicht belastet werden sollen. Zum Anderen ist aber auch ein häufiger Beweggrund, dass - zum Beispiel bei einer Bestattungsvorsorgeversicherung - die Hinterbliebenen auch mit den gesamten Formalitäten nichts zu tun haben. Das vorher festgelegte Bestattungsunternehmen kümmert sich um alles, angefangen von den amtlichen Notwendigkeiten über die Traueranzeigen in Zeitungen, Einladungen zur Trauerfeier und die Abwicklung der Bestattung, wie sie der Versicherte gewünscht hat.
Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, sich möglichst frühzeitig mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Eine Bestattung kostet schnell mal viele 1000 Euro, deshalb ist es mehr als wichtig so früh wie möglich eine Sterbegeldversicherung abzuschließen. Der Tod gehört leider zum Leben dazu und sollte nicht als Tabu-Thema behandelt werden. Je früher man sich entschließt, für den Ernstfall vorzusorgen, umso weniger wird man selbst durch die Versicherungsprämien belastet.