Vorbilder für gesunde Ernährung
Viele Eltern glauben, wenn sie ihren Kindern eine gesunde Ernährung vorleben und bei der Ernährung ihrer Kinder auf gesunde, ausgewogene Nahrung achten, wird dies dazu führen, dass ihre Kinder später selbst auf eine gesunde Ernährung achten. Dass dies nicht so sein muss, haben jetzt Wissenschaftler festgestellt.
Sicherlich ist die Ernährungserziehung zu Hause ein wichtiger Baustein, später selbst auf die Ernährung zu achten. Das Essverhalten des Menschen wird in jungen Jahren jedoch nicht nur durch das Elternhaus geprägt. Wie bei vielen anderen Dingen in der Entwicklung auch, spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle.
Die Umwelt spielt auch bei den Ernährungsgewohnheiten eine besondere Rolle. Kinder möchten nicht als Außenseiter dastehen, so dass sie ihre Ernährung oft den Freunden in der Schule anpassen, um nicht ausgegrenzt zu werden. Sie essen demnach das, was die Freunde auch essen, unabhängig von dem Vorbild, das die Eltern geben.
Ebenso werden Ernährungsgewohnheiten durch Fernsehen und Werbung maßgeblich geprägt. Lebensmittel, für die häufiger geworben wird, werden auch häufiger gekauft. Da im TV und in den Printmedien viel für sogenanntes „Convenience Food“ geworben wird, kauft man dies häufiger, da es im Gedächtnis präsenter ist.
Doch auch das Selbstbild und das Selbstbewusstsein spielt in puncto Ernährungsverhalten eine wichtige Rolle. So ist der Begriff „Comfort Eating“ eine Bezeichnung für ein Essverhalten, dass vor allem einsame und unter falschem Selbstbild leidende Menschen betrifft. Somit sollte man auch das eigene Selbstwertgefühl hinterfragen, wenn man im Rahmen einer Diät über eigene Ernährungsfehler und deren Behebung nachdenkt.
23.11.09 - News